Ski-Safari in Japan – Powder von Honshu nach Hokkaido
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Ski-Safari in Japan – Powder von Honshu nach Hokkaido

Ski9 Min. Lesezeit

Zwei Wochen japanischer Pulverschnee: von Tokio über die Skigebiete der Präfekturen Iwate und Aomori bis nach Hokkaido und Niseko.

Japan im Januar: 15 Meter Schnee pro Saison, Birkenwälder voller Pulver und Onsen am Abend. Vom 16. bis 29. Januar 2019 führte mich eine Ski-Safari von Tokio quer über Honshu bis in den Norden von Hokkaido — mit dem Shinkansen und einer beeindruckenden Zahl an Skigebieten.

Auftakt in Tokio

Zwei Nächte im Stadtteil Shinjuku, dazwischen eine Stadtrundfahrt mit einem lokalen Guide. Der Kontrast könnte kaum grösser sein: Millionenstadt heute, tiefverschneite Bergdörfer morgen.

Vier Frauen in Kimonos vor einem roten Tempeltor in Tokio
Farbenfroher Auftakt in Tokio – Kimonos beim Senso-ji in Asakusa

Iwate – Geto Kogen und Shizukuishi

Mit dem Shinkansen Yamabiko von der Tokyo Station nach Kitakami, danach per Minibus ins Skigebiet. Geto Kogen gilt als eines der schneereichsten Gebiete Japans — geschätzte 15 Meter pro Saison, eine Schneebasis von vier bis fünf, manchmal sieben Metern. Und als wir dort waren kaum Menschen. Wir hatten das Skigebiet fast für uns allein. 

Am nächsten Morgen noch vor Liftöffnung Cat Skiing zum Sonnenaufgang: frühmorgens Abholung, mit der Pistenraupe hinauf zum Gipfel und im ersten Licht eine Abfahrt durch unberührte Hänge. Der restliche Tag gehörte dem Skigebiet Shizukuishi.

Gruppe von Skifahrern vor einer roten Pistenraupe im Nebel
Cat Skiing bei Shizukuishi – bereit für die erste Abfahrt im Neuschnee
Schatten eines Skifahrers am Schlepplift im Schnee
Morgenlicht und lange Schatten am Lift

Hachimantai und Hakkoda

Das Resort Shimokura im Norden der Präfektur Iwate teilt sich mit dem Panorama-Gebiet ein Liftticket, ein Shuttle verbindet die beiden Talstationen. Weiter nördlich dann Hakkoda in der Präfektur Aomori — kein klassisches Pistenskigebiet, sondern Backcountry-Terrain, berühmt für die «Juhyo», die Eismonster aus vereisten Bäumen. Dazwischen fährt man Pulverschnee. Das Wetter kann hart sein, die Saison dafür lang, von Dezember bis Mitte Mai.

Skifahrer vor bizarren Schneeformationen an Bäumen
Die «Juhyo» von Hakkoda – Eismonster aus Schnee und Wind
Skitourengeher im Aufstieg zu verschneiten Felstürmen
Aufstieg ins Backcountry auf Hokkaido

Über die Meerenge nach Hokkaido

Der Shinkansen Hayabusa brachte uns von Shin-Aomori nach Shin-Hakodate. Das Abendessen und die Übernachtung im Ryokan Bourou Noguchi Hakodate waren einer der Höhepunkte dieser Reise.

Vier Männer in Yukatas beim Abendessen im Ryokan
Im Ryokan – Abendessen im Yukata nach dem Onsen

Rusutsu, Kiroro, Teine

Rusutsu liegt südöstlich des Mount Yotei und verteilt sich auf drei Berge — West Mountain, East Mountain und Mt Isola. Bei 13 Metern Jahresschnitt gehört das Treeskiing hier zum Besten der Welt. Kiroro, an den Westhängen des Asaridake, hat oft die höchsten Schneefälle Hokkaidos. Und Sapporo Teine kombiniert sanftes Olympia-Gelände mit steilem Hochland, Treeskiing und Zugängen ins Backcountry.

Skifahrer im Tiefschnee zwischen Birken
Treeskiing in Rusutsu – Pulverschnee zwischen den Birken

Niseko zum Abschluss und Rückreise nach Tokio

Niseko ist offiziell Japans Skigebiet Nummer eins: vier verbundene Gebiete — Grand Hirafu, Hanazono, Niseko Village und An'nupuri — mit über 15 Metern Schnee pro Saison, weiten Bowls und legendärem Tree-Skiing lassen nie Langeweile aufkommen. Der Rückweg führte mit dem Bus nach Chitose und weiter mit dem Flugzeug nach Tokio Haneda. Ein letztes Abendessen im Restaurant "The New York Grill"  auf der 45sten Etage des Park Hyatt war der krönende Abschluss dieser Reise. Das Lichtermeer vor unseren Füssen liess einem erahnen wie riesig diese Stadt wirklich ist. 

Verschneite Birke vor blauem Himmel, dahinter Skifahrer im Aufstieg
Bluebird in Niseko – Aufstieg zum An'nupuri
Zwei Skifahrer auf einem Gipfel mit dem Mount Yotei im Hintergrund
Am Gipfel des An'nupuri mit Blick auf den Mount Yotei

Was bleibt

Was bleibt, ist die Erinnerung an eine unglaubliche Schneequalität, an das Onsen nach jedem Skitag, an die köstlichen Mahlzeiten in kleinen Ryokans — und an ein Land, das perfekten Service als Selbstverständlichkeit versteht. Dies Skisafari durch Japan hat sich für mich in jeder Hinsicht gelohnt. Die Skigebiete auf der Hauptinsel Honshu sind im Vergleich zu europäischen Skigebieten tendenzielle eher kleiner und haben oft auch recht veraltete Anlagen. Dafür war Skifahren mit dem vielen täglichen Neuschnee eindrücklich. Die Skigebiete auf Hokkaido entsprechen in Bezug auf Grösse, Liftanlagen und genereller Infrastruktur europäischen Standards. Die gelegentlichen Skitouren mit Fellen abseits der Pisten gaben dem Ganzen einen zusätzlichen interessanten Aspekt. Japan ich komme hoffentlich bald wieder!

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Von Tokio nach Niseko

10 Stationen – von Tokio bis Niseko

  1. 1Tokio
  2. 2Geto Kogen 
  3. 3Shizukuishi
  4. 4Hachimantai Shimokura
  5. 5Hakkoda 
  6. 6Hakodate
  7. 7Rusutsu
  8. 8Kiroro
  9. 9Otaru / Sapporo Teine
  10. 10Niseko 

Kartendaten: OpenStreetMap-Mitwirkende

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